So langsam wird es wieder Zeit mich auf den Weg zumachen und mal so richtig auf mich aufzupassen. Von außen mag es immer ein wenig aussehen, als ob Sven Kaven, ein unbeschwertes Leben auf Reisen und in Berlin lebt.

Aber gerade die Gestriege Nacht hat mir wieder gezeigt, wie wichtig es ist für mich zu sorgen.

Seit Jahrzehnten leide ich an Migräne und glaubt mir, das ist kein Zuckerschlecken, aber hey ich bin hier nicht aus, um Dein Mitleid oder Ähnliches einzuheimsen.

Ich Gaube es irgendwie auch nicht, dass ich diesen Artikel veröffentlichen werde, denn ich schreibe es einfach nur so runter, ohne jetzt unmittelbar an Dich, meine Zielgruppe zu denken.

Und klar, es ist überaus persönlich.

Ich bin nicht von gestern und habe mittlerweile erkannt, dass diese Wachrüttler in Form von Kopfschmerzen mir eigentlich nur sagen wollen;

»Hey, Sven pass auf und wehre Dich nicht so fürchterlich.»

Aber glaube mir, oft weiß ich an dieser Stelle noch gar nicht so recht, gegen was ich mich da eigentlich wehre. Es zu erkennen hilft aber oft schon, sich schnell auf den Weg der Besserung zu machen.

Freunde, wie Annakee Sky, die einen in einer solchen Situation unterstützen, sind absolutes Gold wert. Mensch, ich trage wirklich so viel Dankbarkeit in mir, immer mal wieder mit etwas Hilfe von außen, auf das eigentlich Problem gestoßen zu werden.

Oftmals wissen diejenigen überhaupt nicht, was sie dabei im positivsten Sinne angerichtet haben. Aber das ist es doch genau, zu geben, ohne zu wollen und manchmal eben auch zu geben, ohne genau zu wissen, ob es wirklich ankommt.

Ich muss mich einfach wieder auf den Weg machen und bei all meinen Verpflichtungen hier und meinen Kindern gegenüber, so kann ich nicht ignorieren, wer ich bin. Ein Träumer, Philosoph, Künstler und oftmals ein unglaublich in sich gekehrter Mensch, der nur noch seine Walking-Boots anziehen will und sich in die Berge Andalusiens machen möchte.

In Resonanz mit sich selbst bleiben - Photo by Annakee Sky

In Resonanz mit sich selbst bleiben – Photo by Annakee Sky

Dort die wilden Pfade entlang zu laufen, den Bauern zu begegnen, die immer einen Bissen und etwas Wein für einen verrückten Wanderer wie mich haben.

Die vielen Anekdoten, die einem auf dem Weg von anderen Wanderern erzählt werden aber vor allem die Ruhe und Weite der Landschaft einatmen zu können, während man auf dem Weg zur nächsten Herberge in 20 Kilometer Entfernung ist.

Habe ich da mit Kopfschmerzen oder sogar Migränen zu tun? Nada, nicht, nie, sie existieren nicht und lungern nicht einmal an der nächsten Ecke, um mich vielleicht zu überraschen, weil ich in einem Moment der Unbewusstheit bin.

Ich sehe ganz klar, dass ich darauf achten muss, was mir gut tut und nicht auf das, was mich runterzieht. Klar, das gibt es immer wieder und es sind Momente, an denen man immer wieder wachsen kann.

Es gilt einfach nur schnell zu wachsen und den Schmerzen nicht den Raum zu geben, einen Menschen unten zuhalten, sondern ihn aufzufordern etwas Wichtiges zu erkennen, und entsprechend zu handeln.

Alleine, dass Schreiben dieser Zeilen sind, sagenhaft wohltuend und ich spüre, dass ich dies sehr viel öfter tun sollte.

Mache ich mich damit vor Dir nackig? Aber Hallo, »big time« – und trotzdem macht es mir nichts aus, denn ich bin ein Mensch wie jeder andere, eine Seele, die nach Ruhe aber auch Erkenntnis sucht und ein Mann, der spürt, dass die Stadt mir möglicherweise weniger gut tut, als je gedacht hatte.

Du merkst sicherlich, dass ich hier nicht gerade chronologisch schreibe, aber ich sitze an meinem Schreibtisch und einem Glas Tee. Darüber hinaus sehe ich mit meinen zerzausten Haaren auch nicht besonders sexy aus, das kann ich Dir versprechen.

24 Stunden zurückgedreht, saß ich mit meinen Kindern beim Frühstück und wie immer machten wir unseren Plan für den Tag. Der hieß für heute; Waschsalon, und danach auf ein Paket warten, dass zwischen 14 – 16:00 Uhr geliefert werden sollte. Nach einem verfrühten Abendbrot sollte es dann für den Rest des Tages mit den beiden rausgehen.

Direkt am Hackeschen Markt stehen immer die Seifenblasen-Menschen und meine beiden Krümel lieben es dort mitzumachen, um mich in den wundervollen Blasen verschwinden zu lassen.

Recht nette, nasse und klebrige Angelegenheit, das kann ich Dir sagen.

Natürlich standen Eis und auch der Lustgarten auf dem Plan, um sich noch mal so richtig in den Wasserfontänen amüsieren zu können.

Hey, aber es sollte nicht sein und ich für meinen Teil fing an innerlich zu arbeiten und wehrte mich gegen das, was ja bereits Fakt war. Sagenhaft, oder?

Ich bin auf mich selber reingefallen und hatte viel zu spät mitbekommen, dass ich einfach nicht wahrhaben wollte, was leider nun mal aktuell stattfand.

Warten auf ein Paket, das nie ankommen sollte.

Meine Kinder sind damit sehr viel besser umgegangen als ich und das zeigte mir wieder mal, wie wichtig es eigentlich für mich, für jeden erwachsenen Menschen ist des Öfteren mal unseren Kindern über die Schulter zu sehen,

Und dann mussten natürlich noch Vorwürfe kommen, die da lauteten; die armen Kinder, wie konnte ich es Ihnen antun, den ganzen Tag mit mir warten zu müssen. Es ist nicht Ihre Schuld, aber es waren meine Gedanken, die am Ende dazu führten, dass diese irren Kopfschmerzen hochkommen mussten und dann der ganze frühe Abend ins Wasser für uns alle fiel.

Das ist doch misst, oder?

Wo war meine Gelassenheit, mein Instinkt für den Moment, mein einfaches Gefühl für mich selber und den angekündigten Zeichen?

Keine Ahnung.

Und hier kommt es. Spüren heißt für mich, einfach nur sehen, was ist und es zubelassen. So, wie der Regen, der wie aus dem Nichts, an einem Sommerabend die Straßen Berlins nass macht und man keinen Unterschlupf findet.

Werde ich dabei nass? Jaaaa.

Und macht es Sinn sich darüber aufzureg(n)en. Natürlich nicht. Aber es passiert.

Ich merke es immer wieder. Am Ende geht nur darum bei sich zu bleiben, denn nur dann ist man in der Lage, dass das, was um einen geschieht, in Resonanz mit einem selber bleibt.

Ja, ich muss mich wieder auf den Weg machen, um meine eigene Stabilität und um richtig inSync mit mir und meinem Leben in Business und Spiritualität zu finden.

Der eine oder andere sagt jetzt bestimmt; »Na, jetzt läuft er vor seinem Leben davon«

Doch für mich fühlt sich Folgendes sehr gut an und das ist; »ja, ich mache mich auf den Weg und Reise, aber nicht um vor meinem Leben wegzurennen, sondern weil ich mein Leben nicht verpassen möchte.«

Jeder Mensch hat sein Leben und jeder muss für sich selber wissen, wie er sein Leben lebt. Es geht niemanden etwas an und darum ist es nur wichtig für mich, ob ich mich mit meinem Leben wohlfühle.

Gut, ich mache mich wieder auf den Weg und werde Dich daran teilhaben lassen.

Ich lasse meinem Blog gerade eine neue Haut verpassen und auch wird alles etwas anders. Und was meine Message angeht, hier wird vieles sehr viel verständlicher werden. Der neue Blog wird sehr viel mehr genau das repräsentieren, was mir wichtig ist, wo es hingeht und was mich ausmacht.

Ich freue mich so sehr darauf, denn Du kannst Dir sicherlich vorstellen, dass es ein wunderbares Gefühl sein muss, wenn die Gedanken und Gefühle eine Form annehmen, die andere Menschen verstehen können, wenn sie sich darauf einlassen.

Ich möchte Dich und jeden anderen mit meinem Blog anfassen können und lade Dich ein mit dabei zu sein. Bald bin ich wieder unterwegs und es wird eine Reise über 1000km zum Mittelpunkt einer neuen Bewegung!