44 Tage In Stille

Unplugged

Tag 11 von 44 – #44tageinstille

Donnerstag 28. Nov. Einfach nur spüren. Selbst in den scheinbar lautesten Ecken findet sich Stille. Sitze in der Lobby des St Christopher’s Hostel in Berlin und sehe die Stille zwischen jedem Song, Note, E-Gitarre und Drums, das die Luft zerschneidet. Da ist Stille für mich zu erfahren, jedesmal wenn ich unplug, und mich meinem Körper zuwende. In jedem Atemzug ist Stille, jedesmal wenn ein Gedanke stirbt und neuer geboren wird, erfahre ich Stille der ich mich zuwenden kann. UNPLUGGED but alive 

#44tageinstille

Friedvoll dem Körper hingeben

Tag 10 von 44 – #44tageinstille

Mittwoch 27. Nov. Immer wieder checke ich in mit meinem Körper. Gerade noch meine Rute nach Schöneberg in Berlin geplant und im nächsten Augenblick, einfach sitzen und die Schwere des Körpers spüren. Es fühlt sich leicht an – einzutauchen in das Schauspiel des Geistes, seinen Drang nach Wichtigkeit und Vordringlichkeit zu bemerken. Der grosse Traum, der sich als das „ICH“ zeigen und beweisen will, sich selber nicht gewahr werden kann und so der Illusion verfällt. Und so check ich ein mit dem Körper der mich friedvoll verweilen lässt, während die Show weiterläuft.

 

#44tageinstille

Flughafenstille

Tag 9 von 44 – #44tageinstille

Dienstag 26. Nov. Am Flughafen in Oslo. Ich dachte ich muss hier warten bis mein Flieger geht, doch in Wahrheit ging es nur darum Präsenz zu üben.

#44tageinstille

Berührungen

Tag 8 von 44 – #44tageinstille

Montag 25. Nov. Komme gerade aus dem Regen und spüre noch immer die Feuchtigkeit auf meiner Haut. Berührt und Nass bei der Unvermeidlichkeit des Augenblicks. Genauso wie ich die Berührung durch meine Hand auf meiner Brust spüren kann. Sie ist da, also bemerke ich sie in ihrer Schwere, Temperatur und sogar Feuchtigkeit. Manchmal ist da auch garnichts zu spüren und das ist auch okay und kann gleichmuetig betrachtet werden. So bleibe ich einfach in der Stille mit was immer sich dann zeigen will ohne mich an dem Nichtsspueren festbeissen zu müssen oder nach Veränderung zu streben. So, Berührungen sind manchmal eben nicht zu spüren. Love it

#44tageinstille

Lachen mit dem inneren Kind

Tag 7 von 44 – #44tageinstille

Sonntag 24. Nov. Das innere Kind ist voller Gleichmut wenn ich es einfach nur sehe, umarme oder liebe. Im Körper fühlt es sich leicht an, Wärme spüre ich in meiner Brust und in mir zeichnet sich ein inneres Lächeln ab. Wir lachen gemeinsam, sind Eins und die Illusion der Trennung – die sich mir immer wieder zeigt – verblasst in der Gelassenheit und Frische des Augenblicks, in der Stille meines Gawahrseins.

#44tageinstille

Haut an Haut

Tag 6 von 44 – #44tageinstille

Samstag 23. Nov. Einfach nur mal am Baum lehnen und seine Oberfläche (Haut) spüren.

#44tageinstille

Die (un) Sucht nach Stille

Tag 5 von 44 – #44tageinstille

Freitag 22. Nov. Liegend auf dem Sofa, mit einer Decke die mich wärmt schaue ich auf den Buddha, der sich auf dem Tisch befindet. Ich schaue ihn an, während ich langsam beide Hände auf meine Brust lege und den Atem spüre. Er ist still und langsam und ich spüre, wie sich mein Brustkorb wie Wellen immer wieder hebt und senkt. Ein paar Gedanken melden sich und klar dreht es sich um die bereits erledigten Aufgaben und das, was noch getan werden will. Doch weich wie Butte und mit viel Güte bringe ich meine Aufmerksamkeit immer wieder zurück zu meinem Oberkörper. Dieser fühlt sich jetzt warm an und meine Finger können den Puls am Hals spüren. Dieser Körperwärme, die immer da ist, dieser Puls, der wie ein Uhrenwerk diesen Körper am Leben hält und dazwischen die Stille – immer und in allem bemerkbar. Manchmal sehne ich mich genau nach dieser Stille und doch liegt darin das vielleicht einzig gottgegebene Formlose, für das es keine Sehnsucht braucht.

#44tageinstille

Erlebe Körperleichtigkeit durch das Sehen der Schwere

Tag 4 von 44 – #44tageinstille

Donnerstag 21. Nov. Die Kinder kommen erst in ca. 2 Stunden und so sitze ich hier, allem zugewandt – dem inneren Raum, dem äußeren Raum aber vor allem spüre ich die Hände, wie sie sich leicht in meinen Schoß liegen. Ich empfinde ein Kribbeln in den Fingern und wie sich meine Schultern immer wieder ganz einfach nach unten fallen lassen. Doch da ist er immer wieder – der Moment in dem sie sich nach oben ziehen wollen, als wären sie von unsichtbaren Fäden angezogen. Sind es diese unsichtbaren Augenblicke, dir mir sonst entgehen – vielleicht sogar mitverantwortlich für die immer wiederkehrenden Migränen? Dieser Gedanke rüttelt auf und doch brauche ich ihn nur zu sehen, dankbar, dass sich mir dieser Augenblick so zeigen kann. Ich erlebe Körperleichtigkeit durch das Sehen der Schwere.

#44tageinstille

Lebendigkeit

Tag 3 von 44 – #44tageinstille

Dienstag 19. Nov. Musik spielt, doch das Sofa gewährt meinem Körper sich in seiner Lebendigkeit zu spüren, auszuruhen, die Beine kribbelnd. Der Kopf fuehlt sich gelangweilt und begegne ihm mit Gleichmut… ♥️ Lebendigkeit kehrt zurück.

#44tageinstille

Meine Hände brauchen keinen Durchblick

Tag 2 von 44 – #44tageinstille

Montag, 18. Nov. Gerade noch habe ich den bedeckten Himmel gesehen, grau und unnachgiebig in seiner farblosen Pracht. Still und unbeschwert ziehen die Nebelschwaden durch die Bäume, unbeeindruckt durch den formlosen Besucher. Meine Brust hebt und senkt sich – der Atem, der sich unentwegt seine Bahnen baut und meine Lunge mit nahrhaftem Sauerstoff füllt. Es geschieht einfach und so beobachte ich dieses Wunder, diese Intelligenz des Körpers, die sicherstellt, dass der Selbige am Leben bleibt. Mein Atmen wirkt manchmal schwer und so spüre ich den Wunsch nach Leichtigkeit, der sich im Loslassen des Selbigen erfüllt. Liegend auf dem Rücken, spüre ich meine Hände auf der Brust die wie ein Seismograph jede Erhebung registrieren, jeden noch so schwachen Atemzug bemerken. Sie brauchen keinen Durchblick, um zu wissen – sie verbinden sich schlicht mit dem, was sich zeigt, was sich offenbart und wahrgenommen werden will. Lassen sich in den Rhythmus des Atems fallen.

#44tageinstille

Wenn Taubheit von Lebendigkeit ersetzt wird

Tag 1 von 44 – #44tageinstille

Sonntag 17. Nov. Es ist gerade niemand hier und so spüre ich meinen Körper, seine Schwere und auch inneren Widerstand, sich tief in die Matratze fallen zu lassen. Pulsierend und doch unentschlossen ergibt er sich schlussendlich der Erd-gegebenen Gravitation. Die Nackenmuskeln sprechen in einem Guss, wollen in ihrer Angespanntheit gesehen werden und ja da gehen immer wieder noch ein paar Millimeter des sich Hingebens. Lebendigkeit ersetzt die Taubheit in den Fingern, den Händen und den Armen. Sie können entspannen, einfach nur so daliegen, ohne einen Handgriff ausüben zu müssen, einen Buchstaben auf der Tastatur zu drücken oder dem Drang etwas Bewegen zu müssen. Mein Körper erliegt sich selbst, erliegt dem Charme der Unbeweglichkeit, dem Frieden des Nichts-Tuns. #44tageinstille

Jeden Tag einen Moment der Stille erleben und spüren

Tag 0 von 44 – #44tageinstille

Inspiriert bei einer guten Freundin aus Kanada werde ich dem Ende des Jahres 2019 mit sehr viel Stille, Verbindung und Selbst-Mitgefühl entgegengehen. Dies wird ein Ort zum Loslassen, sich loslassen, meinen Körper auf dem Boden spüren, das Gewicht wahrnehmend, liebend und voller Weichheit begrüßend. Jeden Tag einen Post – jeden Tag ein Moment der Dankbarkeit hier zu sein – ein Moment sich spüren zu können. Unter dem #44tageinstille kannst du die Beiträge auch auf Facebook finden.