Meine Sucht nach Freiheit

Ja, ich gebe es zu, ich bin der Sucht nach Freiheit verfallen. Eigentlich komplett ausgeliefert. Jeden Tag benötige ich meinen ­Shot, meine Infusion Freiheit, meinen bis zur Bewusstlosigkeit narrenden Drang wieder meine Boots anzuziehen, den Rucksack umzuschnallen und mich auf den Weg zu machen.

Ohh mein Gott, ich bin abhängig und ich habe einen wirklich großen Grund genau darüber zuschreiben, denn der Grund bist DU.

Du kennst das sicherlich auch, der Tag (Du) kommst nicht in die Gänge oder kurz nach dem Aufwachen verspürt man überhaupt keine Lust aufzustehen. Ein ganz klares Zeichen dafür, dass das, was gerade in Deinem Leben abgeht, von Last geprägt sein kann.

Bin da selber gewesen und weiß, wie es sich anfühlt.

Hast Du Dich schon mal gefragt, wann Du das letzte Mal etwas getan hattest, zu dem Du absolut keine Lust hattest? Vielleicht hast Du sogar das Leben eines anderen Menschen gelebt, anstatt auf Dich achtzugeben.

Das nenne ich die absolute Unfreiheit in die man sich freiwillig begibt.

Verrückt oder?

Das Interessante ist, dass die meisten Menschen diesen Zustand nicht einmal erkennen. Was sie allerdings merken, sind die Symptome dieser Krankheit. Das heißt, Körperschmerzen, innere Unruhe, Unfrieden selbst Gewalt gehört dazu, denn Gewalt stellt natürlich ein entsprechendes Ventil da, das sich öffnet, wenn es nicht mehr geht.

Ich möchte Dir an dieser Stelle mal ein kleines Türchen öffnen und behaupte Folgendes;

Freiheit hat man nicht, sondern man schafft sie sich, in dem man Freiheit lebt. Danach (er)lebt man Freiheit und verfällt ihr mit all seinen Sinnen und dem physischen Körper. Dein Körper spürt diesen Zustand und jetzt beginnst Du wahrhaftig aufzuwachen, die Schmerzen verschwinden, es tritt Ruhe und Frieden in Dein Leben ein.

Einer der besten Wege, um einen Bruch mit dieser Krankheit „Unfreiheit“ zu machen, ist, diese zu erkennen und dann etwas Gravierendes zu tun. Ich nenne diesen Vorgang „Zugang zu Deiner Wahrheit verschaffen“

Okay, ich bin zwar kein Therapeut aber ein bereister Mensch und darum beschreibe ich Dir hier ganz einfach, wie ich auf diese und andere Weise im Fluss des Lebens und der Freiheit (Frieden) bleibe. Darum möchte ich Dir hier jetzt ein Beispiel geben, wie Du Deine Freiheit (er)leben kannst.

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Diese 6 Schritte beruhen auf meinen Reiseerfahrungen und vielen Momenten der Ruhe. Wenn Du so willst „Gedankenlosgelöstheit“, ein Zustand, der einfach nur herrlich ist.

Los gehts.

1. Löse Dich für einen ganzen Tag komplett aus Deinen Routinen. Es spielt keine Rolle dabei, ob es gute oder schlecht Routinen sind, Hauptsache ist, dass Du einen fühlbaren Bruch durchführst. Es muss regelrecht krachen.

2. Jetzt tue das, was Du sonst nie tust. Nimm Dir ein weißes Blatt Papier und einen Bleistift und verlasse das Haus. Nimm nichts weiter mit, außer diesen beiden Dingen. Keine Bücher, Laptop, Telefon oder Ähnliches. Du bist im Grunde genommen nackt, bis auf Deine Klamotten, die Du anhast und diese beiden Gegenstände.

3. Gehe in einen Park, Wald, die Wüste oder sonst irgendwo hin, wo es ruhig ist und setze Dich. Jetzt mache noch einmal genau dasselbe mit Deinen Gedanken. Breche mit allen Gedanken und löse Dich von Deinem ständigen Denken. Schaffe Raum für das, was jetzt kommt, wenn Du absolut leer und anfassbar geworden bist, atme einmal tief durch. Es hilft, wenn Du Dir einen fixen Punkt aussuchst, wie zum Beispiel ein Baum oder ein Vogel.

4. Während Du da sitzt, lausche Deinem Atem, und wenn Du absolut sicher bist, dass Du Dir jetzt zuhören kannst, nimm das weiße Blatt Papier und den Bleistift in die Hand. Male einen großen Kreis in die Mitte des Blattes aber lasse etwas Platz hin zu den Rändern. Bleibe in Deiner Mitte und schreibe in den Kreis, ohne darüber nachzudenken, auf was sich für Dich lebendig anfühlt, was es heißt für Dich, lebendig zu sein.

Achte unbedingt darauf, dass Du Dich nicht filterst, sondern ohne Nachdenken weiterschreibst. Wenn es hilft, schließe die Augen zwischendrin und visualisiere Deine Antworten, bevor Du sie auf Deinem Blatt notierst. Alles ist richtig, selbst das, was Du normalerweise sofort verwerfen würdest.

5. Jetzt notiere außerhalb des Kreises all das, was für Dich alles andere als Freiheit bedeutet. Hier wieder. Schalte deine Filter aus und lass den Bleistift seine Arbeit verrichten.

6. Wenn Du diese Schritte jetzt in mit aller Konsequenz und Ehrlichkeit durchgeführt hast, dann siehst Du schwarz auf weiß, wie Du wahrhaftig in Deinem Inneren tickst. Das bist Du und Deine Wertschätzung für Dich. Alles, was im Außen des Kreises sichtbar wird, ist was Dich auch im Leben belastet oder versucht einen Einfluss auf Dich zu nehmen. Es ist da, aber es räsoniert nicht wirklich mit der wahren Vorstellung Deines Lebens.

Für die ganz Mutigen unter Euch jetzt Folgendes. Nimm all das, was im Kreis steht, und mache all das, was für Dich Freiheit in Deinem Leben bedeutet zur Realität. All das, was sich im Außen befindet, kannst Du transformieren, in dem Du akzeptierst, das es da ist.

Beispiel:

„Ich habe Angst mich alleine auf den Weg zu machen.“ Okay, akzeptiere diese Angst und dann hinterfrage Dich; „Warum oder wovor habe ich Angst?“ Es ist gut möglich, dass sich in der Mitte Deines Kreises der Wunsch nach Reisen befindet, denn es symbolisiert für Dich „Freiheit“. Du kannst also durch diese einfache Übung die Angst transformieren und Deinen Wunsch nach Reisen (Freiheit) zur wahrhaften Realität verhelfen.

Vieles, das Du außerhalb des Kreises aufgeschrieben hast, hindert Dich daran Deine inneren Aufgaben wahrnehmen zu können.

Mit diesem einfachen weißen Blatt Papier, einem Bleistift, Ruhe und dem Bruch mit Routine und Gewohnheiten für einen ganzen Tag, kommst Du Dir selber ganz schnell auf die Schliche.

Probiere es einfach mal und befreie Dein Mind (Free your mind)

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Hey, Sven hier...

ich bin Weltenbumler, digitaler Nomade, Lifehacker, Buchautor und Künstler. Ich arbeite von unterwegs und dazu brauche ich nichts weiter als eine gute Internetverbindung, mein Macbook Air, Smartphone, meinen Rucksack, Boots und ne ganze menge Spaß.

6 Kommentare. Ich freue mich sehr wenn Du deine Gedanken mit mir teilst...

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  1. Christian Bruski Antworten

    Hallo Sven,
    Sehr schöner Artikel. Vielen Dank für deinen Einblick in deine Gedanken und was du erlebst, wenn du unterwegs bist. Alles Gute für dich und ich freue mich sehr, dass du so viel schöne Reisen und Erfahrungen machst.

    Auch von mir eine herzliche Umarmung.

    Christian

    • mynomade Antworten

      Danke Christian, es gibt einfach nichts schöneres als zu teilen und dazu gehört auch das Reisen und die damit verbundenen Erfahrungen. Auf bald mein Freund.
      LG. Sven

  2. Alireza Zokaifar Antworten

    Hey Sveni
    Diesen Artikel hast Du wirklich toll geschrieben. Schon beim lesen verspürt man die Lust alles abzulegen und mit einem weißen Blatt und einem Bleistift “den Tag zu verlassen”, die Reise in sein innerstes zu wagen und sich auf eine Überraschung, auf eine erste, kleine Revolution im eignen Leben einzulassen. Du inspirierst viele Menschen mit deiner Lebensart und deiner Arbeit. Bloss nicht aufhören 😉 Mach weiter so.

    Sei herzlichst umarmt, wo immer Du gerade bist.
    Dein Freund, Ali

    • mynomade Antworten

      Hi Ali, Du hast recht. Es geht darum diese kleinen Revolutione in seinem Leben zu erlauben, denn das ist genau der Moment, wenn es klick macht.

      Danke für Deine Worte.
      Sven

  3. mynomade Antworten

    Danke Michael. Ich sage nur Mile 5… I am alive 😉

  4. Michael Turbanisch Antworten

    Hallo Sven,

    auf den Punkt wie immer, my lovely friend 🙂

    Durch diese einfachen und sehr leicht umzusetzenden Tipps hast Du mir das Leben im letzten Jahr sehr oft vereinfacht und mir dabei geholfen, mich auf das nächste Level zu bewegen…

    Mile 4 – give us some moore 😉

    Cheerz
    Michael